Fechtclub Blankenese

Blankeneser MTV von 1883 e. V.

En Garde!

Fechten zählt zu den ältesten Sportarten die es gibt und ist eine von vier Disziplinen die auf allen Olympischen Sommerspielen vertreten gewesen ist. Das Aussterben der Ritter in schweren Rüstungen und das Aufkommen von Fechtmasken im 17. Jahrhundert waren dabei die Wegbereiter des modernen Sportfechtens.


Natürlich hat sich seit damals einiges verändert; an den Waffen sowie an den Regeln - an der Schutzausrüstung sowieso. Doch die grundlegenden Eigenschaften des Fechtens sind damals wie heute dieselben: Sowohl Körper als auch Geist werden gleichermaßen gefordert. Präzision und Disziplin, Entschlossenheit und Geschick, Taktik und Beweglichkeit – mit all diesen „Tugenden“ ist das Fechten auf ewig verbunden.


Die ersten beiden Sachen, die neue Fechter bei uns lernen sind zum einen auf Fairness und Sportgeist wert zu legen. Natürlich macht gewinnen Spaß, ein unsportlich errungener Sieg hat jedoch einen bitteren Beigeschmack und verleidet auf lange Sicht allen das Fechten.
Das zweite lässt sich unter dem Stichwort „Sicherheit“ zusammenfassen. Niemals jemanden angreifen, der nicht ausreichend geschützt ist (v.a. keine Maske auf hat), auch nicht zum Spaß. Deshalb hat bei uns auch noch niemand eine Verletzung davongetragen, die schlimmer ist als ein blauer Fleck oder eine kleine Schramme.


Aber genug der einleitenden Worte, steigen wir doch direkt ins moderne Sportfechten ein!
Es gibt im modernen Sportfechten drei Waffentypen: Das Florett, den Degen und den Säbel. Sie unterscheiden sich in Aussehen, Handhabung und der gültigen Trefferfläche auf dem Gegner. Fechter bis 12 Jahren kämpfen mit sog. Miniwaffen, die verkleinerte Versionen der normalen Waffen darstellen.
Begonnen wird damit, dem neuen Fechter die Grundzüge der Körperhaltung und der Umgang mit dem Florett näher zu bringen. Stück für Stück erfährt man so was es heißt, einen Angriff auszuführen oder sich gegen einen solchen zu verteidigen. Kondition und Ausdauer stehen dabei ebenso auf dem Lehrplan wie Partnerübungen, Einzellektionen und schließlich auch das freie Gefecht.


Ob man leistungssportlich oder freizeitmäßig fechten möchte, ob man Interesse daran hat, auf Turniere zu gehen oder nicht, dies muss jeder für sich selber herausfinden. Platz ist bei uns für alle.

„Fechten ist nichts für mich“ und „Fechten könnte ich bestimmt“, beides wurde schon oft genug von Leuten gesagt, die noch nie eine Fechtwaffe in der Hand gehalten haben. Wir können diesen und auch allen anderen nur raten, wenigstens einmal im Leben Fechten auszuprobieren. Ob es einem liegt oder nicht lässt sich nämlich nur durch gemachte Erfahrungen beurteilen.